Der Roman “Das dritte Prinzip” versucht der Frage nachzugehen, wie aus Männern Vergewaltiger werden. Das Material, das Auskunft über dieses heikle Thema gibt, ist rar. Zwar sind mittlerweile viele Publikationen zum Themenkreis Vergewaltigung/Sexuelle Gewalt auf dem Markt, sie beschäftigen sich jedoch größtenteils mit den Opfern und sind daher weder zum Verständnis noch gar zur Prävention der Tat eine große Hilfe.
Ziel des Romans war es nicht, eine Antwort auf all die offenen Fragen im Kontext der Täter zu geben. Stephan und Bertrand sind nicht mehr als Fallbeispiele, die pars pro toto – Gleichung geht nicht auf, zu vielschichtig ist das Thema. Dennoch stehen die beiden exemplarisch für zwei verschiedene Tätertypen, die sich tatsächlich häufig finden lassen. Wer Interesse hat, mehr über dieses Thema zu erfahren, dem seien die folgenden Bücher anempfohlen, die mir bei der Entstehung des Romans maßgeblich geholfen haben, meine Protagonisten zu verstehen:
M. Amir, Patterns in Forcible Rape, Chicago 1971
Timothy Beneke (Hrsg.), Men on Rape: What They Have to Say About Sexual Violence, New York 1982
Susan Brownmiller, Gegen unseren Willen. Vergewaltigung und Männerherrschaft., Frankfurt am Main 1992
Paul Dost, Psychologie der Notzucht, Hamburg 1963
Doris Janshen (Hrsg.), Sexuelle Gewalt. Die allgegenwärtige Menschenrechtsverletzung., Frankfurt am Main 1991
A. Nicholas Groth/H.Jean Birnbaum, Men Who Rape: The Psychology of the Offender, New York 1979
A. Nicholas Groth/H.Jean Birnbaum, Sexual dysfunction during rape, in: New England Journal of Medicine 297, S.764-766, 1977
Günter Hartmann, Das Täter-Opfer-Verhältnis bei Vergewaltigungen, in: Bund deutscher Kriminalbeamter (Hrsg.), Dokumentation Verbrechensbekämpfung 1978, Sonderheft 1978
Jürgen Heinrichs, Vergewaltigung – Die Opfer und die Täter, Braunschweig 1986
Hanne Tügel/Michael Heilemann (Hrsg.), Frauen verändern Vergewaltiger. ( Die Frau in der Gesellschaft)., Frankfurt am Main 1987
